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Die "Carreira 28 dos Eléctricos de Lisboa" zählt zu den berühmtesten Straßenbahnlinien der Welt. Auf legendäre 13,5 Prozent wächst die Steigung, die die Bahn auf ihrer Strecke überwindet. Die Linie 28 verbindet alte Burgen, sakrale Bauten, lebendige Einkaufsstraßen und vieles mehr. Sie führt vom Praça Martim Moniz durch die hippen Altstadtviertel Gracia und Alfama, durch das Zentrum Baixa am Flussufer des Tajo, den Berg hinauf in den vornehmen Stadtteil Chiado und in das Ausgehviertel Bairros Altos, oberhalb der westlichen Stadt.

Knarzen, rumpeln, ruckeln: die etwas "andere Art" durch Lissabon zu reisen

Eine Fahrt mit der Tram 28 durch Lissabon ist nicht die komfortabelste Art, in der portugiesischen Hauptstadt von A nach B zu kommen. Die Räder ruckeln, die Sitze sind unbequem, und oft bleibt sie stehen, weil Autos, Kinderwagen oder Motorbikes die Gleise blockieren. Laut Fahrplan wartet man im Schnitt nicht länger als elf Minuten auf die nächste Bahn – in Realität, nun ja... Trotzdem, einmal hingesetzt gibt es dieses Phänomen: Man lehnt man sich zurück, genießt, entspannt und ertappt sich dabei, die nächste Portugal-Reise zu planen.

Lissabons Sehenswürdigkeiten entlang der Straßenbahnline 28

Einsteigen und los: Zum Start fährt die Linie 28 in Wendeschleife um den Martim Moniz Platz am Fuß des Castelo de São Jorge.

Castelo de São Jorge

Festungsanlage Castelo de São Jorge oberhalb Portugals Hauptstadt Lissabon im Sonnenuntergang - Gesehen von der Straßenbahnline 28 Foto © Joaomartinho63

Castelo de São Jorge: Die Festung krönt die Spitze eines Hügels und thront seit jeher als ältestes Bauwerk über Lissabon. In den Ruinen spiegelt sich die Geschichte der Stadt wider. Dieser Ort wurde einst von Mauren und Westgoten errichtet, später von Römern bewohnt, bevor er im 14. Jahrhundert zum königlichen Palast wurde. Das große Erdbeben von Lissabon zerstörte die Burg 1755 weitgehend. Heute kann man allerdings wiederan den rekonstruierten Wällen der Burgmauern entlangspazieren, vorbei an elf Burgtürmen, und die Stadt mit ihrem engen Straßenlabyrinth von oben betrachten.

Die Tram biegt am nördlichen Ende der Praça rechts in die Rua da Palma ein. Ihr folgt sie bis in die Avenida Almirante Reis.

Avenida Almirante Reis

Avenida Almirante Reis: Hauptverkehrsstraße im Zentrum Lissabons Foto © João Carvalho

Avenida Almirante Reis: Die Hauptverkehrsstraße ist eine pulsierende Lebensader mit skurrilem Namen. Nachdem die portugisische Republik ausgerufen wurde, erhielten auch die Straßen neue Namen. Diese Straße wurde nach Flottenadminral Carlos Cândido dos Reis (1852–1910) benannt, der sich am Vorabend des Umsturzes das Leben nahm, weil er unglücklicherweise nicht an den Erfolg der Revolution glaubte.

An Handwerkerläden vorbei schleicht die alte Dame des Lissabonner Straßenverkehrs, manchmal sogar in Schrittgeschwindigkeit, in die Largo da Graça, in der Ende des 19. Jahrhunderts Arbeitersiedlungen entstanden. An einem herrlichen Aussichtsplatz gelegen befindet sich Igreja de Graça.

Igreja e convento da Graça

Ehemalige Augustinerkloster Igreja de Graça in Lissabon an der Tram 28 Foto © José Luiz Bernardes Ribeiro

Igreja e convento da Graça: Das ehemalige Kloster wurde um 1271 von Augustinern gebaut und gehört heute dem Militär, das den Zugang zu etlichen Räumen des Stiftes verwehrt. Die in rosa Wandfarbe gehüllte Kirche steht aber jedem offen.

Weiter geht es zur Kirche São Vicente de Fora. Sie liegt in der Nähe des "Feira da Ladra"-Marktes am Campo de Santa Clara.

Feira da Ladra

Flohmarkt in Lissabon: Feira da Ladra Foto © Andrea Mann

"Feira da Ladra": übersetzt "Markt der Diebe". Trödel, Kitsch und Antiquitäten. Der große Dienstags- und Samstagsflohmarkt im Zentrum von Lissabon bietet selbst gebrannte CDs und gefälschte Lacoste-Pullover, zerlesene Bücher und kostbares Porzellan. Eben alles, was einen guten Flohmarkt auszeichnet.

Im Zentrum Alfamas wird ein Teil der Strecke eingleisig: Selbst bei extrem schmaler 900 Millimeter-Spurbreite ist da einfach kein Platz für zwei Gleise.

In der Rua do Limoeiro ruckelt die Bahn am Aussichtspunkt Miradouro de Santa Luzia vorbei. Anschließend geht es zur Catedral Sé Patriarcal, bevor in der Baixa der tiefste Punkt der Strecke erreicht wird.

Catedral Sé Patriarcal

Blick auf die Catedral Sé Patriarcal und im Hintergrund das Meer Foto © Andrea Pravettoni

Catedral Sé Patriarcal: Stolz und stark ragen die rustikalen Türme der Hauptkirche Lissabons in den Himmel. Wie für herausragende Sakralbauten üblich vereint das Bauwerk Einflüsse des Barok, der Gotik und der Romantik. Den Start der Bauarbeiten datiert das Jahr 1147. Damit ist die Catedral Sé Patriarcal das älteste christliche Gotteshaus der Stadt.

Die zweite Streckenhälfte weist ein überwiegend ansteigendes Profil auf. Der Anstieg beginnt mit der Calçada Nova de São Francisco. Die maximale Steigung beläuft sich auf 13,5 Prozent.

Calçada Nova de São Francisco

Lissabons legendäre Straßenbahn 28 in einer Biegung  in der Calçada Nova de São Francisco Foto © Scalleja

Calçada Nova de São Francisco: Diese Straße verläuft steil – und zwar mit einer Steigung von 13,5 Prozent. Wenn die Straßen Lissabons nass sind, muss der Fahrer an dieser Stelle sogar Sand vor die Räder streuen, um für Grip zu sorgen.

Über die Rua do Loreto und die Calçada da Estrela erreicht die Bahn im Stadtteil Lapa zunächst das Parlamentsgebäude Palácio de São Bento und dann die Basílica da Estrela, eines der schönsten neoklassischen Gebäude der Stadt.

Palácio de São Bento

Palácio de São Bento: Sitz des Parlaments in Portugals Hauptstadt Lissabon Foto © Manuel Mennal

Palácio de São Bento: Seit 1834 regiert aus diesem 1958 erbauten, ehemaligen Benediktinerkloster das portugiesische Parlament. Im hinteren Teil des Bauwerks befindet sich das private Büro und der Sitz des Premierministers. Zum Palast führt eine breite Treppe, die von zwei Löwen aus Mamor flankiert wird. Sie symbolisieren vier Tugenden: Mäßigung, Gerechtigkeit, Stärke und Vernunft.

Die Rua Domingos Sequeira und Rua Saraiva de Carvalho markieren den Schlussanstieg zum Friedhof Prazeres, auf dessen Vorplatz die Linie 28 wie zu Beginn ihrer Tour eine kleine Runde dreht.

Eine Fahrt mit der Straßenbahnlinie 28 durch Lissabon: Das sollten Sie wissen!

• Bei den Wagen der Linie 28 handelt es sich um sogenannte Remodelados, die zwischen 1935 und 1940 gebaut wurden. Es sind 8,5 mal 2,5 Meter große Zweiachser mit Skodamotor Um fit zu bleiben, erhielten die alten Schätzchen 1995 und 1996 eine Verjüngungskur: Fahrgestelle wurden aufgearbeitet und die elektrische Ausrüstung modernisiert.

• In westlicher Richtung (Martim Moniz – Campo Ourique (Prazerers)) misst die Streckenlänge 6,973 Kilometer, die Fahrzeit beträgt 40 Minuten.

• In östlicher Richtung (Campo Ourique (Prazerers) – Martim Moniz) misst die Streckenlänge 7,551 Kilometer, die Fahrzeit beträgt 37 Minuten.

• Endstation ist Endstation: Auch wenn Touristen gelegentlich darüber diskutieren, jeder Fahrer besteht darauf, dass seine Fahrgäste spätestens an der Haltestelle Martim Moniz oder Campo Ourique (je nach Fahrtrichtung) aussteigen. Einen Rundkurs durch Lissabon bietet die Tram also nicht.

• Ebenfalls wichtig: Der Fahrer stoppt, wenn er ein Zeichen erhält. Deswegen einfach Hand ausstrecken, wenn der Zug eintrudelt. An dieser Regel wird nicht gerüttelt, auch dann nicht, wenn offensichtlich unwissende Touristen an den Stationen warten.

• Am Klügsten ist es, an der End- oder Anfangshaltestelle, dem Platz Martim Moniz, einzusteigen. Nicht etwa, um sich aufgeregtes Armwedeln zu ersparen, sondern einfach, um sich einen der Fensterplätze auf den ebenso harten wie hart umkämpften Holzbänken zu sichern. Unterwegs passiert die Bahn dann echte Stadt-Highlights von Lissabon.

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